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VDV-Mitteilung 7045

Wie suchen Sie heutzutage nach Telefonnummern, Reisen, Bekleidung oder Fahrten von Bus und Bahn? Schauen Sie ins Telefonbuch, in den Reise- oder Versandhauskatalog oder in ein Fahrplanbuch?

Die Jüngeren kennen diese gedruckten Werke womöglich überhaupt gar nicht. Die Generation 50+ hat das eine oder andere gedruckte Produkt zu Hause liegen, wirft vielleicht gelegentlich auch noch einen Blick in ein Buch oder einen Katalog.

Was ist mit der Generation 65+? Sind sie online oder immer noch offline? DIGITALISIERUNG – das ist das große Wort der heutigen Zeit. Das Internet weiß alles, hat alles, ist schnell und aktuell. Navigationssysteme in Autos und auf Smartphones weisen uns den Weg. Nicht nur für Autofahrten, Fuß- oder Radwege, längst haben die digitalen Medien auch den öffentlichen Verkehr erreicht. Satelliten wissen, wo wir sind: GPS macht’s möglich.

Wissen sie auch, wohin wir wollen? Hat das Digitale das Analoge schon komplett verdrängt? Können Verkehrsunternehmen oder -verbünde ihre gedruckten Produkte jetzt einstellen, weil sie Fahrten in Echtzeit, Linien- und Tarifinformationen und den Verkauf von Fahrkarten über ihre Web-Angebote, ihre Apps oder ihre sozialen Medien anbieten? Können sie es wagen? Gibt es nicht noch zu viele Nutzer von Fahrplanbüchern, die dann ohne Informationen sind?

Verlassen wir uns nicht zu sehr auf elektronische Medien? Müssen Verkehrsunternehmen und -verbünde nicht trotzdem analoge Medien vorhalten, falls die Technik mal versagt? Was schreibt das Gesetz vor?